„Barrier Break“: Schüler machen Alltagsbarrieren zum Thema
Am 6. Oktober setzten Max, Oliver, Annalena und Isabel aus der Jahrgangsstufe 12 ihr Seminarkursprojekt „Barrier Break“ in der Aula des Docemus Campus Blumberg um. Gemeinsam mit der Klasse 7c beschäftigten sie sich mit Barrierefreiheit und den Herausforderungen, denen Menschen mit Behinderungen im Alltag begegnen.
Zu Gast waren Benni, Ronny, Britta und Erika von der Nordberliner Werkgemeinschaft gGmbH (nbw). Die Werkstatt ermöglicht Menschen mit Behinderungen berufliche Bildung und Teilhabe am Arbeitsleben. Im Gespräch konnten die Schüler Fragen stellen und persönliche Perspektiven kennenlernen.
Neue Perspektiven durch eigenes Erleben
An den Stationen galt es, einen Rollstuhl durch enge Kurven zu steuern, mit einer Hand Knöpfe zu schließen oder sich ohne visuelle Orientierung zurechtzufinden. Auch Blindenschrift und Gebärdensprache gehörten zum Programm. Anschließend suchten die Schüler im Schulhaus nach Hindernissen.
„Barrierefreiheit war für mich vorher vor allem eine Frage von Rampen und Aufzügen. Die Aufgaben und Gespräche haben mir gezeigt, dass auch bei der Verständigung Hindernisse entstehen können“, fasst ein Schüler der Klasse 7c seine Eindrücke zusammen.
Die Übungen konnten die Lebenswirklichkeit von Menschen mit Behinderungen nur ausschnittweise veranschaulichen. Zusammen mit den Begegnungen regten sie dazu an, über Zugänglichkeit und Teilhabe nachzudenken.
Selbstorganisiert lernen und Verantwortung übernehmen
Seminarkursprojekte geben Schülern Raum, eigene Fragestellungen über längere Zeit zu bearbeiten. Recherche, Planung, Umsetzung und Auswertung verbinden fachliche Inhalte mit Selbstorganisiertem Lernen (SOL). Für das Projektteam bedeutete dies, Stationen vorzubereiten, Aufgaben abzustimmen und jüngere Schüler anzuleiten. So gestalteten die vier einen Lerntag, der über ihre eigene Jahrgangsstufe hinauswirkte.