Debattieren zwischen Verantwortung und Schutz – Debattierwettbewerb am Docemus Campus Blumberg
Ab wann trägt ein junger Mensch strafrechtliche Verantwortung für sein Handeln – und wo beginnt die Pflicht der Gesellschaft, zu schützen und zu begleiten? Mit dieser und weiteren gesellschaftlich relevanten Fragestellungen setzten sich die Schülerinnen und Schüler der 10. und 11. Klassen beim diesjährigen Debattierwettbewerb am Docemus Campus Blumberg auseinander. In der Woche vom 21. bis 23. Januar stand der Campus ganz im Zeichen des argumentativen Austauschs, klarer Positionen und respektvoller Diskussionen.
Auftakt der Wettbewerbswoche: Die 10. Klassen im Debattenduell
Den Auftakt bildeten am Mittwoch, dem 21. Januar, die Wettbewerbsrunden der drei zehnten Klassen. Im Modus „jeder gegen jeden“ traten die Klassen mit unterschiedlichen Debattenfragen gegeneinander an und wurden von einer Jury aus Lehrkräften bewertet. Argumentationsstärke, Sachkenntnis und Gesprächsführung entschieden über den Einzug ins Finale. Am Ende setzte sich die Klasse 10a durch.
Fortsetzung auf hohem Niveau: Die Debatten der 11. Klassen
Am darauffolgenden Tag folgten die Wettbewerbsrunden der elften Klassen. Auch hier standen mehrere Debatten auf dem Programm, in denen die Schüler ihre Standpunkte strukturiert darlegten und gezielt aufeinander eingingen. Mit überzeugender Argumentation und sicherem Auftreten qualifizierte sich die Klasse 11a als Sieger ihres Jahrgangs für das große Finale.
Argumentieren lernen – mehr als nur Meinungsaustausch
Der Wettbewerb zeigte eindrucksvoll, welchen pädagogischen Mehrwert das sichere Debattieren bietet. Die Schüler lernen, komplexe Themen zu durchdringen, Argumente kritisch zu prüfen und unterschiedliche Perspektiven einzunehmen. Gleichzeitig fördert das Format die Fähigkeit, eigene Standpunkte klar zu formulieren, zuzuhören und respektvoll zu widersprechen – Kompetenzen, die weit über den Unterricht hinaus von Bedeutung sind.
Der Höhepunkt der Woche: Das große Finale
Der Höhepunkt der Wettbewerbswoche folgte am Freitag. In einer Unterrichtseinheit trafen die Siegerklassen 10a und 11a im Finale aufeinander. Die zentrale Debattenfrage lautete, ob das Alter für die Strafmündigkeit in Deutschland gesenkt werden sollte. Während die 10a eine frühere strafrechtliche Verantwortung mit Blick auf gesellschaftliche reife und Prävention befürwortete, argumentierte die 11a dagegen. Sie verwies auf die psychische und soziale Entwicklungsphase junger Menschen, in der strafrechtliche Maßnahmen nicht immer die angemessene Antwort seien.
Beide Seiten griffen die Argumente der Gegenseite gezielt auf, reagierten differenziert darauf und machten deutlich, wie wichtig eine sachliche und respektvolle Auseinandersetzung mit kontroversen gesellschaftlichen Fragen ist.
Wahrnehmung aus der Jury und Abschluss des Wettbewerbs
„Gerade im Finale war deutlich zu sehen, wie präzise die Schüler argumentierten und wie ernsthaft sie aufeinander eingingen. Die Qualität der Beiträge und der Umgang miteinander haben gezeigt, wie viel Substanz in dieser Form des Lernens steckt“, resümierte ein Jury-Mitglied, mit Blick auf die Abschlussdebatte.
Am Ende setzte sich die Klasse 11a im Finale durch und gewann den Wanderpokal des Debattierwettbewerbs. Die Wettbewerbswoche machte deutlich, mit welchem Engagement und welcher Reflexionsfähigkeit sich die Schüler der 10. und 11. Klassen mit gesellschaftlich relevanten Themen auseinandersetzen. Ein besonderer Dank gilt allen beteiligten Kolleginnen und Kollegen für die Organisation, Begleitung und Juryarbeit sowie allen Schülerinnen und Schülern für ihre intensive Vorbereitung und ihren fairen, respektvollen Austausch.