Erasmus bringt Schüler aus ganz Europa zusammen: Madrilenen in Neu Zittau
Zum Anfang des Monats konnten wir eine Schülergruppe aus Madrid am Campus Neu Zittau willkommen heißen. Im November hatten die Docemus-Schüler noch die Gastfreundschaft der Spanier genossen. Nun waren sie an der Reihe, den Jugendlichen ihre Schule und ihren Wohnort zu zeigen.
Das Programm war wieder sehr vielfältig. Natürlich standen Begegnung und Austausch der Schüler untereinander im Fokus. Die spanischen Schüler waren sehr interessiert, den Schulalltag an einer deutschen Schule kennenzulernen. Beim Rundgang über den Campus wurden viele Gemeinsamkeiten, aber auch Unterschiede festgestellt.
Auf den Spuren der deutschen Geschichte
Am folgenden Tag ging es für die Gruppe nach Potsdam. Hier erwartete die Schülerinnen und Schüler die Pracht von Sanssouci. Neben der beeindruckenden Sommerresidenz Friedrichs des Großen, die oft mit Versailles verglichen wird, bestaunten die Jugendlichen auch das Schloss Cecilienhof. An der Glienicker Brücke kam Krimiatmosphäre auf, denn diese Brücke war im Kalten Krieg legendär für ihre spektakuläre Agentenaustausche.
Der nächste Tag war von einem ganz anderen Kapitel der Geschichte geprägt. Die Schülerinnen und Schüler besuchten die Mahn- und Gedenkstätte Ravensbrück. Das ehemalige Frauenkonzentrationslager bei Fürstenberg an der Havel steht für die industrielle Vernichtung von Jüdinnen und Juden.
Am Wochenende hatten die Spanier ein Extraprogramm. Sie besuchten die wichtigsten Sehenswürdigkeiten der Innenstadt mit der Topographie des Terrors, den Checkpoint Charlie, das Jüdische Museum, das Reichstagsgebäude, den Alexanderplatz, das Brandenburger Tor sowie das Denkmal für die ermordeten Juden Europas.
Kunst als Ausdruck des Erinnerns
Am Montag trafen sich wieder alle in der Schule wieder. In einem Kunstprojekt verarbeiteten sie die vergangenen Tage. Ausgehend von den Eindrücken des KZ-Besuchs setzen sich die Teilnehmerinnen und Teilnehmer künstlerisch mit dem Holocaust auseinander, wobei sie ihn nicht historisch, sondern assoziativ und gegenwartsbezogen reflektierten.
Dank der EU-Förderung durch Erasmus+ sind solche Projekte und Begegnungen wie dieses möglich. Wir sind dankbar, Teil dieses Programms zu sein und unseren Schülern solche unvergesslichen Erlebnisse zu schenken.