Erasmus+ in Murcia: Impulse für digitale Bildung und internationale Zusammenarbeit
Neue Perspektiven gewinnen, Unterricht weiterdenken und europäische Partnerschaften stärken: Im Rahmen des Erasmus+-Programms reisten Amely Denk, Lehrerin am Docemus Campus Blumberg, und Christin Barz, Campusentwicklerin und Lehrerin, zum Job Shadowing nach Murcia in Spanien. Zwei intensive Tage am IES Alquibla standen ganz im Zeichen von pädagogischem Austausch, digitaler Innovation und möglicher zukünftiger Zusammenarbeit.
Vor Ort erhielten sie Einblicke in das spanische Bildungssystem sowie in die Arbeit einer öffentlichen Schule, die durch vielfältige Bildungsprogramme, internationale Projekte und eine klare digitale Entwicklungsstrategie geprägt ist.
Einblicke in Schulkonzept und Unterricht
Der erste Tag begann mit einer offiziellen Begrüßung durch die Schulleitung sowie das Erasmus+-Koordinationsteam. In einer Präsentation wurden das spanische Bildungssystem, zentrale Schulprogramme und aktuelle Entwicklungsschwerpunkte vorgestellt. Themen wie bilingualer Unterricht, Talentförderung, Gesundheitsbildung und das Konzept Schule 4.0 prägen dort den schulischen Alltag.
In anschließenden Unterrichtsbesuchen lag der Fokus auf aktiven Lernmethoden und dem Einsatz digitaler Technologien, unter anderem im Fach Technologie und Ingenieurwesen. Projektbasiertes Lernen wurde praxisnah umgesetzt, digitale Werkzeuge selbstverständlich integriert.
Amely Denk beschreibt ihre Eindrücke aus der Unterrichtsperspektive so:
„Ich habe erlebt, wie selbstverständlich die Schülerinnen und Schüler Verantwortung für ihre Lernprozesse übernehmen. Die Arbeitsphasen waren klar strukturiert, aber zugleich offen genug, um eigene Ideen einzubringen. Das schafft eine sehr konzentrierte und zugleich motivierende Lernatmosphäre.“
Ein Rundgang durch die Schule eröffnete weitere Einblicke in moderne Fachräume, Computerräume und innovative Lernumgebungen. Dabei wurde deutlich, wie räumliche Gestaltung und pädagogisches Konzept ineinandergreifen.
Digitalisierung als gemeinsamer Entwicklungsprozess
Der zweite Tag stand im Zeichen digitaler Bildung. In weiteren Hospitationen und Gesprächen wurde das schulische Digitalisierungskonzept vorgestellt. Digitale Lernpfade, interaktive Tafeln und ein schulisches Lernmanagementsystem strukturieren den Unterricht. Schülerinnen und Schüler arbeiten mit eigenen oder schulischen Geräten, digitale Kompetenzen werden systematisch aufgebaut.
Neben der technischen Ausstattung rückte vor allem die strategische Dimension von Schulentwicklung in den Mittelpunkt. Der Austausch zeigte, wie eng Unterrichtsentwicklung, Organisation und internationale Zusammenarbeit miteinander verknüpft sind.
Christin Barz ordnet die Eindrücke aus ihrer Rolle als Campusentwicklerin so ein:
„Solche Einblicke helfen, die eigene Schule noch klarer im Gesamtbild zu betrachten. Wenn Unterrichtsentwicklung, Digitalisierung und Kooperation zusammengedacht werden, entsteht eine Dynamik, die nachhaltig wirkt.“
Europäische Zusammenarbeit weiterdenken
Ein weiterer Schwerpunkt des Aufenthalts war der Austausch über mögliche zukünftige Erasmus+-Projekte. In Gesprächen wurden erste Ideen für gemeinsame Vorhaben entwickelt und Themen von beiderseitigem Interesse identifiziert.
Die Reise nach Murcia war damit weit mehr als eine Unterrichtsbeobachtung. Sie war ein fachlicher Dialog auf Augenhöhe, ein Blick über den eigenen schulischen Tellerrand und ein weiterer Schritt hin zu einer lebendigen europäischen Bildungsarbeit am Docemus Campus Blumberg.