Klassik Walk in Potsdam: Literatur wird zum Erlebnisraum
Beim Klassik Walk der 11. Klassen am 27. April 2026 wurde Literaturunterricht am Docemus Campus Blumbergbewusst aus dem Klassenraum heraus verlagert und an historische Orte gebunden. In Potsdam setzten sich die Schülerinnen und Schüler intensiv mit der Epoche der Weimarer Klassik auseinander und erlebten Literatur im direkten Zusammenhang mit Raum, Geschichte und Kultur.
Im Vorfeld erarbeiteten die Schüler auf Grundlage bereitgestellter Materialien zentrale Aspekte der Klassik. Themen wie das Menschenbild, das Frauenbild, die Bedeutung von Natur, Architektur oder das Idealverständnis wurden eigenständig erschlossen und kreativ aufbereitet. Ziel war es, ein vertieftes Verständnis für die Epoche zu entwickeln und dieses adressatengerecht aufzubereiten.
Lernen am anderen Ort
Der anschließende Klassik Walk führte die Gruppe zu verschiedenen Stationen in Potsdam, die in engem Zusammenhang mit den behandelten Inhalten standen. An Orten wie dem Militärwaisenhaus, dem Schloss Charlottenhof oder den Römischen Bädern präsentierten die Schülerinnen und Schüler ihre Ergebnisse direkt vor Ort und stellten Bezüge zwischen literarischen Texten, historischen Entwicklungen und architektonischen Eindrücken her.
So entstand ein lebendiger Zugang zur Literatur, der über die reine Textarbeit hinausging und die Epoche in ihrem kulturellen Zusammenhang erfahrbar machte. Die Präsentationen erfolgten frei und wurden durch kreative Elemente ergänzt, wodurch unterschiedliche Perspektiven auf die Klassik sichtbar wurden.
Eigenständigkeit und Präsentationskompetenz im Fokus
Die Arbeitsweise forderte die Schülerinnen und Schüler in besonderem Maße. Neben der inhaltlichen Auseinandersetzung lag ein Schwerpunkt auf der eigenständigen Strukturierung der Inhalte sowie auf der Präsentation vor der Gruppe. Jede Station wurde von einer Kleingruppe gestaltet, die ihre Ergebnisse in einem kurzen Kreativvortrag vorstellte.
Durch diese Form des Arbeitens wurden nicht nur fachliche Kompetenzen gestärkt, sondern auch Kommunikationsfähigkeit, Selbstorganisation und die Fähigkeit, Inhalte verständlich zu vermitteln.
Das Format zielte bewusst darauf ab, Literatur nicht ausschließlich theoretisch zu behandeln, sondern historische, kulturelle und gesellschaftliche Zusammenhänge unmittelbar erfahrbar zu machen. Der Klassik Walk verband damit fachliches Lernen mit eigenverantwortlichem Arbeiten und kreativer Präsentation.
Der Klassik Walk zeigt exemplarisch, wie Lernen am anderen Ort am Campus umgesetzt wird und wie fachliche Inhalte durch aktivierende und eigenverantwortliche Lernformate nachhaltig vertieft werden können.