Lange Nacht der Neurologie am Campus Blumberg
Vier Stunden konzentriertes Forschen, Reflektieren und Ausprobieren:
Bei der langen Nacht der Neurologie am 17. März 2026 tauchten Schülerinnen und Schüler der Klassenstufen 11 und 12 am Docemus Campus Blumberg in die Welt des menschlichen Gehirns ein. Die gymnasialen Leistungskurse und Grundkurse Biologie sowie die FOS-Biologiekurse arbeiteten von 16 bis 20 Uhr gemeinsam an verschiedenen Lernstationen und gestalteten ihren Lernprozess eigenständig.
Am Docemus Campus Blumberg kamen an diesem Abend bewusst unterschiedliche Kurse und Schulformen zusammen. In einem kurs- und schulformübergreifenden Setting setzten sich die Schülerinnen und Schüler intensiv mit zentralen Themen der Neurologie auseinander und arbeiteten im Format eines strukturierten Stationslernens.
Lernen sichtbar machen
Organisiert und umgesetzt wurde der Abend von Carmen Seligmüller, stellvertretende Direktorin und Lehrerin am Campus Blumberg. Sie entwickelte dieses besondere Format mit dem Ziel, fachliche Inhalte eng mit dem Konzept des Selbstorganisierten Lernens (SOL) zu verknüpfen.
Zu Beginn reflektierten die Schülerinnen und Schüler mithilfe eines Selbsteinschätzungstests ihren aktuellen Lernstand: Was kann ich bereits? Was muss ich noch vertiefen? Diese persönliche Standortbestimmung bildete die Grundlage für die anschließende Arbeit an den verschiedenen Stationen.
An mehreren Stationen setzten sich die Schüler mit unterschiedlichen Themen aus dem Bereich der Neurologie auseinander, vom Aufbau und der Funktion einer Nervenzelle über das Ruhe- und Aktionspotential bis hin zur Erregungsleitung sowie erregenden und hemmenden Synapsen und der Wirkung von Synapsengiften. Jede Station wurde durch sogenannte Kann-Listen begleitet, die transparent machten, welche Kompetenzen nach der Bearbeitung erreicht sein sollten.
Verantwortung für den eigenen Lernprozess
Die klare Struktur unterstützte die Schülerinnen und Schüler dabei, ihren Lernprozess eigenständig zu steuern, Prioritäten zu setzen und ihren Fortschritt bewusst zu reflektieren.
Am Ende überprüften sie ihren Wissensstand erneut mithilfe von Tests und konnten so ihren individuellen Lernzuwachs sichtbar machen. Ergänzend erfolgte eine kurze Evaluation des Abends.
„Es war spannend zu sehen, wie unterschiedlich man an die Aufgaben herangehen kann. Durch die Stationen konnten wir selbst entscheiden, wo wir noch mehr üben müssen“, berichtet ein Schüler der Klassenstufe 11.
Auch Carmen Seligmüller hebt die besondere Lernatmosphäre hervor: „Die Lange Nacht der Neurologie zeigt sehr eindrucksvoll, wie Selbstorganisiertes Lernen funktionieren kann. Die Schülerinnen und Schüler übernehmen Verantwortung für ihren eigenen Lernprozess und setzen sich intensiv mit den neurologischen Inhalten auseinander.“
Der Abend machte deutlich, wie fachliches Lernen, Reflexion und Eigenverantwortung miteinander verbunden werden können – ein Ansatz, der am Docemus Campus Blumberg im Rahmen des Selbstorganisierten Lernens zunehmend an Bedeutung gewinnt.