Lernen ohne Grenzen: Wie Erasmus den Campus Blumberg nachhaltig verändert
Internationale Zusammenarbeit, neue Perspektiven auf Bildung und Lernen über Ländergrenzen hinweg: Was am Docemus Campus Blumberg vor einem Jahr als neuer Entwicklungsschritt begann, ist inzwischen zu einem festen Bestandteil des schulischen Alltags geworden. Im Schuljahr 2025/2026 wurde Erasmus erstmals in seiner ganzen Bandbreite erlebbar und entwickelte sich zu einem wichtigen Impulsgeber für Unterricht, Schulentwicklung und internationale Vernetzung.
Erasmus als Teil moderner Schulentwicklung
Mit dem Aufbau des Erasmus-Programms verfolgt der Docemus Campus Blumberg das Ziel, Schule internationaler zu denken und Impulse aus anderen europäischen Bildungssystemen gezielt für die Weiterentwicklung des Campus zu nutzen. Federführend begleiten die stellvertretende Direktorin Carmen Seligmüller sowie Lehrer Vicente Ferrer diesen Prozess und treiben die internationale Vernetzung des Campus aktiv voran.
Schnell wurde deutlich, dass Erasmus weit mehr sein soll als einzelne Reisen ins Ausland. Vielmehr entstand ein nachhaltiges Konzept, das europäische Zusammenarbeit langfristig in Unterricht und Campusleben integriert.
Internationale Zusammenarbeit beginnt lange vor der Reise
Ein zentraler Bestandteil war die Gründung der Erasmus-AG. Unter der Leitung von Anne Günther und Vicente Ferrer bereiteten sich Schülerinnen und Schüler gezielt auf die erste Schülermobilität nach Tallinn vor. Bereits Monate vor der Reise entstanden durch digitale Austauschtreffen mit der Partnerschule Rocca al Mare School erste Begegnungen, Gespräche und gemeinsame Projekte.
Auch über die Mobilität hinaus bleibt diese Zusammenarbeit bestehen. Künftig soll die Erasmus-AG über Projekte auf eTwinning langfristig neue digitale Austauschformate ermöglichen.
Europa als Lernraum erleben
Mit der ersten Schülermobilität nach Tallinn wurde Erasmus erstmals unmittelbar für Schülerinnen und Schüler erlebbar. Elf Teilnehmende verschiedener Jahrgangsstufen erhielten Einblicke in ein anderes Bildungssystem, neue Lernformen und innovative digitale Strukturen.
Parallel nutzten Kolleginnen und Kollegen Erasmus gezielt zur Weiterbildung. Im spanischen Murcia sammelten Amely Denk und Christin Barz im Rahmen eines Job Shadowings wertvolle Einblicke in innovative Unterrichtsstrukturen, selbstorganisierte Lernprozesse und projektorientiertes Lernen.
Bei einer Fortbildung im italienischen Palermo setzten sich Sarah Smatty und Vicente Ferrer intensiv mit Künstlicher Intelligenz, digitalen Werkzeugen und modernen Technologien für einen zeitgemäßen Unterricht auseinander.
Auch auf Leitungsebene wurde internationale Zusammenarbeit aktiv gestaltet. Im Rahmen eines Austausches in Tallinn gewannen Sandra Steinfurth und Achim Richter neue Impulse für die zukünftige Schulentwicklung am Campus.
Damit internationale Begegnungen überhaupt umgesetzt werden können, braucht es neben pädagogischem Engagement auch eine verlässliche organisatorische und finanzielle Begleitung. Diese Verantwortung übernimmt Monika Thieme, die sämtliche Erasmus-Projekte finanziell verwaltet und die administrative Abwicklung der Fördermittel koordiniert. Mit ihrer Arbeit schafft sie die Grundlage dafür, dass die internationalen Mobilitäten erfolgreich geplant und durchgeführt werden können.
Ein Anfang mit langfristiger Wirkung
„Erasmus eröffnet uns die Möglichkeit, Schule konsequent weiterzudenken. Internationale Begegnungen schaffen neue Perspektiven für unsere Schülerinnen und Schüler, stärken unser Kollegium und bringen wertvolle Impulse in die Weiterentwicklung unseres gesamten Campus. Genau darin liegt für uns der besondere Wert dieses Programms.“
Mit diesen Worten beschreibt Carmen Seligmüller die Bedeutung des Programms für die zukünftige Entwicklung des Campus.
Das erste Erasmus-Jahr am Docemus Campus Blumberg zeigt eindrucksvoll, dass moderne Bildung heute nicht an Ländergrenzen endet. Innerhalb eines Schuljahres ist es gelungen, internationale Zusammenarbeit strukturell aufzubauen und zu einem festen Bestandteil des Campuslebens zu machen. Mit dem Engagement zahlreicher Lehrkräfte und Mitarbeitender ist eine starke Grundlage entstanden, auf der in den kommenden Jahren weitere Projekte, Partnerschaften und internationale Begegnungen aufbauen werden.