Europa an unserer Schule: Herzlich willkommen, Martha aus Kroatien!
Europa wird an unserer Schule immer mehr zum Alltag. Unser Campus Neu Zittau pflegt ein starkes europäisches Netzwerk mit anderen europäischen Partnerschulen. Während wir in der Vergangenheit bereits viele tolle Schulgruppen aus Spanien, Österreich und Belgien bei uns begrüßen durften, gab es im März eine Premiere: Die erste Schülerin aus Kroatien war bei uns.
Zwei Wochen lang lernte die Schülerin Martha aus Rovinj unseren Schulalltag bei Docemus kennen, knüpfte neue Freundschaften und tauchte in die deutsche Kultur und Lebensweise ein. Dass Martha den Mut hatte, als erste Schülerin allein zu uns zu kommen, hat uns alle beeindruckt.
In ihrem persönlichen Rückblick erzählt sie uns, warum Erasmus+ für sie viel mehr bedeutet als nur ein Schulbesuch in einem fremden Land.
Herzlich willkommen an unserer Schule, liebe Martha! Wie gefällt es dir bisher in Deutschland und an unserem Docemus Campus Neu Zittau?
Deutschland hat all meine Erwartungen übertroffen. Es ist hier sehr anders, als dort, wo ich herkomme. Ich liebe den Wechsel von der kleinen Stadt, aus der ich komme, zur Großstadt Berlin. Der Docemus Campus Neu Zittau ist sehr schön. Es ist viel moderner als bei uns. Die Lehrer und Schüler sind alle sehr herzlich.
Was war dein erster Eindruck von Deutschland bzw. unserer Schule? Gab es etwas, das dich besonders überrascht hat?
Zunächst ist mir aufgefallen, wie viel die Schülerinnen und Schüler Tablets oder Laptops im Unterricht benutzen. An meiner Schule arbeiten wir nicht so viel damit. Wir schreiben unsere Notizen in unsere Hefte. Ich wusste, dass man an deutschen Schulen Tablets nutzt, aber ich hätte nicht gedacht, dass sie in jedem Unterrichtsfach genutzt werden. Das finde ich sehr interessant, da es sich von unserem Unterricht in Kroatien unterscheidet.
Gibt es große Unterschiede zwischen dem Schulalltag in Kroatien und hier in Deutschland? Wenn ja, welche?
Ich finde es spannend, dass es in manchen Unterrichtsphasen erlaubt ist, zum Arbeiten den Klassenraum zu verlassen und in andere Arbeitsräume wie z.B. in die Mensa zu wechseln. Das gibt es an meiner Schule nicht.
Welche Erkenntnisse nimmst du aus dieser Mobilität für dich persönlich mit?
Während dieser zweiwöchigen Einzelmobilität bin ich verantwortungsbewusster und selbstständiger geworden.
Wie hat dir Erasmus+ geholfen, diese Erfahrungen zu machen?
Erasmus+ hat mir so viel geholfen. Durch das Programm und die Übernahme der Finanzierung durch die EU war ich in der Lage, diese einzigartigen Erlebnisse zu machen, neue Freundschaften zu schließen und ein weltoffenerer Mensch zu werden. Ich denke, Erasmus+ ist eine tolle Möglichkeit, eine kleine Auszeit vom Alltag zu haben. Gleichzeitig gewinnt man vor allem an Eigenständigkeit und lernt, pflichtbewusster zu handeln.
Welche Tipps möchtest du anderen Schülerinnen und Schülern mitgeben, die überlegen, eine Erasmus+-Mobilität zu machen?
Für mich persönlich war es die beste Entscheidung, an einer Erasmus+-Mobilität teilzunehmen, und ich werde das auf jeden Fall wieder machen. Man bekommt einen völlig neuen Blick darauf, wie das Leben in anderen Ländern wirklich aussieht. Diese Erfahrung sollte man sich nicht entgehen lassen!