Schülerinnen und Schüler entdecken Europa: Erasmus-Projekt in Brüssel
Unsere Schülerinnen und Schüler der 10. und 11. Klassen vom Campus Neu Zittau hatten die besondere Gelegenheit, mit Erasmus sechs Tage in Belgien zu verbringen. Ziel des EU-geförderten Projekts war es, die EU-Institutionen und ihre Funktionen kennenzulernen, Einblicke in die Berufswelt zu erhalten und den interkulturellen Austausch unter den Jugendlichen zu fördern.
Europäische Politik hautnah
Die Belgische Hauptstadt ist für ihre kulturelle Vielfalt, politische Bedeutung und beeindruckende Architektur bekannt. Im Mittelpunkt der Erasmus-Reise stand das Kennenlernen der Funktionsweise der Europäischen Union. Beim Besuch des Haus der Europäischen Geschichte erhielten die Schülerinnen und Schüler spannende Einblicke in die Entstehung, Entwicklung und Bedeutung der EU für ihre Generation. Ein weiterer Höhepunkt war das interaktive Rollenspiel im Parlamentarium. In der Rolle von Abgeordneten diskutierten die Jugendlichen über politische Themen und erlebten hautnah, wie komplex Entscheidungsprozesse in Europa ablaufen.
Neben klassischen Sehenswürdigkeiten wie dem EU-Parlament standen interaktive Programmpunkte auf dem Plan. Bei einem Outdoor-Escape-Game erkundeten die Teilnehmenden spielerisch die Innenstadt auf der Comic-Strip-Route, lösten Rätsel und stärkten ihre Teamfähigkeit. Kommunikation, strategisches Denken und Zusammenarbeit standen dabei im Mittelpunkt. Die farbenfrohen Wandbilder machten die berühmte belgische Comic-Kultur lebendig und boten gleichzeitig einen kreativen Zugang zur Stadtgeschichte.
Besuch des Gothe-Instituts
Im Goethe-Institut Belgien erfuhren die Teilnehmenden, wie internationale Kulturarbeit funktioniert und welche beruflichen Möglichkeiten sich daraus ergeben können. Der Besuch eröffnete neue Perspektiven auf globale Zusammenarbeit und kulturellen Austausch. „Wir haben gelernt, uns in internationalen Zusammenhängen zu bewegen, Vorurteile abzubauen und die Vielfalt Europas zu schätzen,“, berichtet Teilnehmerin Lara.
Kulinarischer Workshop
Ein besonderes Erlebnis war der Workshop im Schokoladenmuseum Choco-Story Brussels. Neben Hintergrundwissen zur belgischen Schokoladentradition durften die Jugendlichen selbst kreativ werden – ein praxisnaher Zugang zur Landeskultur.
Neue Perspektiven
Besonders bereichernd waren die internationalen Begegnungen mit Gleichaltrigen aus Österreich und Belgien. In gemischten Gruppen erkundeten die Schülerinnen und Schüler neben der belgischen Hauptstadt auch die Städte Gent und Brügge. „Diese Reise hat mir gezeigt, wie wichtig es ist, den Blick über den eigenen Horizont hinaus zu erweitern und Neues zu entdecken“, erzählt die Schülerin. Dabei entstanden nicht nur neue Freundschaften, sondern auch soziale und sprachliche Kompetenzen wurden gestärkt. Im nächsten Schuljahr wird der Austausch fortgesetzt. Im Zentrum der Mobilitäten in Linz und Neu Zittau steht das Thema „Aufarbeitung der gemeinsamen NS-Vergangenheit“. Während der Besuche sollen Lernprodukte entstehen, die anschließend im Unterricht weiterbearbeitet und diskutiert werden.
Unvergessliche Eindrücke
„Ich bin der Meinung, dass jeder Schüler an einer Erasmusfahrt teilnehmen sollte, weil das eine tolle Möglichkeit ist, einen kulturellen Austausch zu erleben, „erzählt Schüler Jesse begeistert. „Dank Erasmus habe ich sehr schöne Momente erlebt. Ich habe mein Wissen über Europa erweitert und neue Freundschaften geschlossen.“ Die Jugendlichen lernten selbstständig zu handeln, Verantwortung zu übernehmen und ihre Erlebnisse zu reflektieren. Erasmus macht Europa erlebbar.