Selbst geplant, selbst entdeckt: Die Geokursfahrt der 11. Klassen nach Prag
Vom 22. bis 26. Juni 2026 erkundeten Schülerinnen und Schüler der 11. Klassen des Docemus Campus Blumberg die tschechische Hauptstadt Prag. Begleitet von der Geografielehrerin Birgit Wieske und Monika Thieme, Assistentin des Direktorats, beschäftigten sie sich vor Ort mit Themen wie Europa, Stadtentwicklung, Nachhaltigkeit und Städtetourismus. Viele Programmpunkte wurden dabei von den Schülern selbst vorbereitet und gestaltet. So wurde die Stadt nicht nur zum Reiseziel, sondern zu einem Lernraum, in dem geografische Fragestellungen unmittelbar erfahrbar wurden.
Die Anreise mit der Deutschen Bahn unterstrich bereits einen zentralen Gedanken der Fahrt: Europa wächst durch Mobilität, Vernetzung und Austausch zusammen. Vor Ort richteten die Schüler ihren Blick auf die Entwicklung einer europäischen Metropole und untersuchten, wie historische Strukturen, moderne Stadtplanung und touristische Nutzung miteinander in Beziehung stehen.
Eine Stadt als Forschungsfeld
Zu den Programmpunkten gehörten unter anderem das Museum für Stadtgeschichte sowie das Kafka-Museum, das zugleich eine Brücke zum Deutschunterricht schlug. Einen besonderen Stellenwert nahm die historische Altstadt ein. Die inhaltliche Vorbereitung und Durchführung der Stadtführung lag dabei in den Händen der Schüler selbst. Sie recherchierten Sehenswürdigkeiten, historische Hintergründe und städtebauliche Besonderheiten und präsentierten ihre Erkenntnisse anschließend vor Ort.
„Die Schüler haben gezeigt, wie viel Verantwortung sie übernehmen können, wenn man ihnen den Raum dafür gibt. Viele Programmpunkte wurden eigenständig vorbereitet und vor Ort umgesetzt. Das hat die Fahrt fachlich und persönlich besonders wertvoll gemacht“, resümiert Geografielehrerin Birgit Wieske.
Darüber hinaus beschäftigten sich die Teilnehmer mit aktuellen Fragen der Stadtentwicklung. Bei Besuchen ausgewählter Stadtteile analysierten sie, wie nachhaltige Konzepte im urbanen Raum umgesetzt werden und welche Herausforderungen wachsende Städte bewältigen müssen. Auch die Auswirkungen des internationalen Tourismus auf das Stadtbild und die Lebensqualität der Bewohner wurden dabei kritisch betrachtet.
Ergänzt wurde das Programm durch eine Kajaktour auf der Moldau sowie den Besuch des Biermuseums. Die unterschiedlichen Perspektiven ermöglichten einen vielschichtigen Zugang zur Stadt und eröffneten Einblicke in ihre Geschichte, Kultur und Gegenwart.
Geografie zum Anfassen
Die Geokursfahrt zeigte, wie praxisnah und lebendig geografisches Lernen sein kann. Viele der im Unterricht behandelten Themen wurden vor Ort sichtbar und konnten anhand konkreter Beispiele untersucht und diskutiert werden. Eigene Beobachtungen, Recherchen und Gespräche ergänzten dabei das fachliche Wissen um persönliche Erfahrungen.
Gleichzeitig bot die Fahrt zahlreiche Gelegenheiten, Selbstständigkeit, Verantwortungsbewusstsein und Teamfähigkeit weiterzuentwickeln. Durch die Verbindung von eigenständiger Vorbereitung und unmittelbarer Begegnung mit einer europäischen Großstadt entstand ein Lernprozess, der weit über die Grenzen des Klassenzimmers hinausreichte. Prag wurde so für eine Woche zu einem Ort, an dem geografische Zusammenhänge nicht nur vermittelt, sondern erlebt werden konnten.