Spanischunterricht wird sichtbar: Gallery Walk zur Fotonovela
Am 04. Mai verwandelte sich ein Klassenraum am Docemus Campus Blumberg in eine kleine Ausstellung. Im Spanischunterricht präsentierten die Schülerinnen und Schüler der Klassenstufe 9 ihre selbst erstellten Fotonovelas im Rahmen eines Gallery Walks und machten ihre Arbeit für alle sichtbar.
Im Unterricht bei Lehrerin und Campusentwicklerin Christin Barz hatten sich die Schülerinnen und Schüler zuvor intensiv mit dem Thema Freundschaft auseinandergesetzt. Ausgangspunkt war ein Arbeitsauftrag, der dazu anregte, typische Konflikte zwischen Freunden zu erkennen, eigene Geschichten zu entwickeln und diese in einer Fotonovela umzusetzen. Dabei entstanden vielfältige Szenarien, die nah an der Lebenswelt der Schülerinnen und Schüler angesiedelt waren und unterschiedliche Perspektiven auf Freundschaft sichtbar machten.
Von der Idee zur Umsetzung
Zu Beginn sammelten die Schülerinnen und Schüler gemeinsam Ideen und entwickelten daraus konkrete Handlungsverläufe. In kleinen Gruppen entstanden Drehbücher, in denen Figuren, Konflikte und Lösungen festgelegt wurden. Anschließend setzten die Schülerinnen und Schüler ihre Geschichten fotografisch um und ergänzten diese mit passenden Dialogen und Texten.
Dabei standen sowohl die sprachliche Gestaltung als auch die inhaltliche Klarheit im Fokus. Die Schülerinnen und Schüler arbeiteten daran, Gefühle und Wünsche differenziert auszudrücken, passende sprachliche Mittel einzusetzen und ihre Texte logisch aufzubauen. Auch die Verbindung von Bild und Text spielte eine zentrale Rolle, da beide Elemente gemeinsam zum Verständnis der Geschichte beitragen.
Kriteriengeleitetes Feedback im Gallery Walk
Im Gallery Walk wurden die fertigen Fotonovelas im Klassenraum präsentiert. Die Schülerinnen und Schüler bewegten sich durch die Ausstellung, nahmen die unterschiedlichen Arbeiten wahr und setzten sich anhand vorgegebener Kriterien mit den Ergebnissen ihrer Mitschüler auseinander. Dabei ging es nicht nur darum, Eindrücke zu sammeln, sondern auch darum, konstruktive Rückmeldungen zu geben und Stärken sowie mögliche Weiterentwicklungen zu benennen.
Ein Schüler beschreibt den Austausch so: „Man hat gesehen, wie unterschiedlich die Geschichten sind und worauf andere beim Schreiben und Gestalten achten.“
Auch Christin Barz hebt den Mehrwert des Formats hervor: „Durch die Verbindung aus eigener Gestaltung, Präsentation und Rückmeldung wird Sprache für die Schülerinnen und Schüler greifbar und anwendbar.“
Der Gallery Walk zeigte eindrucksvoll, wie Lernen im Spanischunterricht gestaltet werden kann. Eigene Ideen zu entwickeln, diese sichtbar umzusetzen und im Austausch weiterzudenken, wurde an diesem Tag zu einem zentralen Bestandteil des Lernprozesses und machte deutlich, wie eng Sprache, Kreativität und Reflexion miteinander verbunden sind.